Wie moderne Medialität die Rolle des Mediums neu definiert

Ein von der Sonne hinterleuchteter Baum im Wald, der das Morgenlicht durchlässt.

Was, wenn Medialität etwas anderes wäre?

Wenn wir über Medialität sprechen, lassen die individuellen und kollektiven Vorstellungen der Fantasie freien Lauf.

Häufig stellen wir stellen uns noch immer automatisch einen dunklen, von einer Kerze erleuchteten Raum vor, eine Kristallkugel, auf einem Tisch ausgebreitete Karten und eine mysteriöse Gestalt, die spektakuläre Vorhersagen macht.

Das Ergebnis? 

Viele Menschen bringen diese Praxis immer noch mit Jahrmarktsmystik oder, schlimmer noch, mit Betrug jeglicher Art in Verbindung.

Das gilt insbesondere für Länder wie Frankreich, in denen die Kultur des angelsächsischen Spiritualismus – die die Praxis strukturiert, reguliert und professionalisiert hat – nicht denselben historischen und institutionellen Hintergrund hat, was oft Tür und Tor für Missverständnisse öffnet.

Ich freue mich, dass sich die Welt der Medialität auch in diesen Ländern zu entwickeln beginnt. Vor allem in Frankreich, wo ich lebe. Endlich, möchte ich sagen. 

Und auch wenn noch ein langer Weg vor uns liegt, entsteht auch hier eine neue Generation von Medien: in der Realität verankert und geschult. Experten, die ethisch und transparent arbeiten, weit entfernt von den Klischees der Vergangenheit.

Heutzutage sollte der Besuch bei einem Medium nicht länger bedeuten, sich blind einer elitären „Gabe“ zu unterwerfen, sondern sich auf einen aufgeklärten Ansatz der persönlichen Entwicklung und Führung einzulassen. Moderne Medialität ist kein passives Empfangen von mystischen Botschaften, sondern ein sicherer, strukturierter Dialog auf Augenhöhe – und vor allem frei von Angstmacherei.

In diesem Artikel betrachten wir näher diesen modernen, pragmatischen Ansatz, der den freien Willen respektiert.

Aber zunächst ein unumstößlich Prinzip, zumindest für mich: Medialität ist kein Geschenk, das nur Auserwählten vorbehalten ist.

Jeder besitzt diese Fähigkeit und kann sie entwickeln, je nach Bereitschaft und eigenen Entscheidungen.

Meine Kurse und Weiterbildungen, zum Beispiel, sind für alle Menschen, auch absolute Anfänger, mit gesundem Menschenverstand, Offenheit und emotionaler Reife. Denn genau diese geerdete Basis braucht es, um seriös und verantwortungsvoll mit der unsichtbaren Welt zu arbeiten. 

Aber das wird das Thema eines anderen Artikels sein. 

Die drei Säulen der modernen Medialität

Moderne Medialität nach dem angelsächsischen Spiritualismus stützt sich auf 3 Säulen:

Der Beweis

Dies ist die entscheidende Säule, die die Arbeit und die Qualität eines Mediums bestätigt.

In der angelsächsischen Tradition hat die Kommunikation mit der jenseitigen Welt nur dann einen Wert, wenn sie überprüfbare, präzise Fakten liefert, die vom Klienten validiert werden (evidential mediumship).

Ein Beweis ist nicht ‚Ich habe eine Energie voll Liebe von deiner Oma‘, sondern Fakten: ein konkretes Hobby, eine geteilte Erinnerung oder ein Detail, das nur der Klient wissen kann. Oder sogar Informationen, die der Kunde zu diesem Zeitpunkt noch nicht kennt und die er erst nach einer Überprüfung bestätigt.

Die Ethik

Ein seriöses Medium arbeitet:

  • in einem strengen moralischen und ethischen Rahmen
  • mit Freundlichkeit und Feingefühl
  • mit absolutem Respekt gegenüber dem Klienten
  • ohne Angst oder Abhängigkeit zu erzeugen.

Meine persönliche goldene Regel: Jede Sitzung und jede Arbeit muss sicherstellen, dass sich mein Kunde danach besser fühlt als zuvor.

Das Know-How

Dies ist die Ablehnung der Bedingung der angeborenen und reservierten „magischen Gabe“. Wie oben gesagt, besitzt jeder die Kapazität der Medialität, auch wenn sie individuel weniger oder mehr ’natürlich‘ entwickelt ist.

Medialität wird durch beständige Disziplin sowie die Beherrschung der veränderten Bewusstseinszustände und der dazugehörigen Techniken erlernt, weiterentwickelt und praktiziert.

Was ist die wahre Rolle des modernen Mediums?

 Sein Hautziel muss sein, dem Klienten zu helfen. Ego und Eigeninteresse sollten hier niemals ihren Platz haben.

Den meisten Menschen ist nicht bewusst, dass sie über innere Stärken und Fähigkeiten verfügen, die ihnen helfen können, eigenständig Lösungen zu finden und festgefahrene Situationen zu entspannen. Logischerweise suchen sie nach Lösungen außerhalb ihrer selbst.

Die Rolle des modernen Mediums ist, sie zu befähigen, diese innere Stärke – die großen Potenziale, die sie in sich tragen – zu erkennen, zu entwickeln und zu nutzen. Und auch, ihnen den Zugang zu der äußeren Kraft der unsichtbaren Welt zu ermöglichen, die jedem zur Seite steht, der sich für sie öffnet und die Hand ausstreckt.

Beide Aspekte sind für unser Leben von enormem Wert: sei es, dass wir durch die Kommunikation mit einem geliebten Menschen in der geistigen Welt Trost finden, oder dass wir Orientierung und eine Vision für unser Dasein gewinnen

Das Medium muss dem Klienten die Schlüssel aufzeigen, wie er sich besser fühlen und vorankommen sowie die Verantwortung für sein Leben zurückgewinnen oder übernehmen kann. Denn niemand sonst kann dies für ihn tun.

Der Klient behält in diesem Prozess immer seinen freien Willen, um Ratschläge zu befolgen oder zu ignorieren. Jeder muss seine eigene Wahrheit finden, und man kann niemandem gegen seinen Willen helfen.
Das Medium darf daher weder urteilen, mit persönlichen Meinungen beeinflussen, versuchen zu überzeugen noch Hilfe anbieten, wenn sie nicht erwünscht ist.

Es versteht sich von selbst, dass Botschaften und Informationen immer positiv und wohlwollend sein müssen, niemals negativ, einschränkend oder beängstigend.

Das Ziel eines Mediums muss sein, Hoffnung wiederherzustellen, Licht in uns und auf unseren Weg zu bringen – denn das ist das Ziel der unsichtbaren Welt: uns zu helfen, besser mit unserem Leben zurechtzukommen, das Licht in unserem Leben und in uns selbst wiederzuentdecken.

Das Medium ist die Stimme der unsichtbaren Welt ist, es muss also zwangsläufig dasselbe Ziel teilen.

Die Zukunft vorhersagen: Ja oder Nein?

Dies ist eine wichtige Frage und ein Thema, das die Meinungen spaltet.

Ich denke, dass die eigentliche Frage nicht ist „Können wir die Zukunft vorhersagen?“, sondern vielmehr „Sollten wir es tun?“

Als Medium treffen wir Entscheidungen darüber, was wir tun oder eben nicht tun möchten. Es gibt Medien, die wie ich beschlossen haben, keine Informationen über die Zukunft anzubieten, insbesondere keine materiellen Aspekte.

Warum?
Weil ich der Meinung bin, dass wir uns nicht in den freien Willen und die freie Entscheidungsfindung der Menschen einmischen sollten. Dies kann je nachdem, wer mir gegenüber sitzt, sogar Risiken bergen.

ie Zukunft ist weder in Stein gemeißelt noch absolut im Voraus bestimmt. Wir behalten stets unseren freien Willen, unser Leben durch unsere Entscheidungen – und auch durch unsere Nicht-Entscheidungen – zu beeinflussen.

Es ist ein komplexes Thema, doch vereinfacht ausgedrückt betrachte ich unseren Lebensweg wie eine Straße: Wir folgen ihr und gelangen hin und wieder an Kreuzungen. Wir können uns entscheiden, nach links oder rechts abzubiegen, wenn wir das möchten. Vielleicht machen wir nur einen Umweg und kehren auf die Hauptstraße zurück, oder wir verlassen sie, verirren uns und finden wieder auf unseren Weg – oder eben auch nicht.

Ich sehe meine Rolle darin, meinem Klienten seine Möglichkeiten und sein Potenzial aufzuzeigen, damit er seine eigenen Entscheidungen mit Zuversicht und Verantwortung treffen kann – ihn nicht dessen zu berauben oder Abhängigkeit zu erzeugen.

Für mich gibt es nur eine Ausnahme: wenn die geistige Welt mich ausdrücklich anweist, eine Information weiterzugeben. Das bedeutet, dass ein höherer Grund dahintersteckt, der für den Klienten wichtig ist.

Noch einmal, all dies sind persönliche Entscheidungen; jeder muss für sich selbst sehen, wie und womit er sich wohlfühlt und wie er arbeiten möchte.

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Katja Rehse, Ganzheitliche Mentorin, Geistheilerin und modernes Medium

Ich bin Katja – ganzheitliche Therapeutin, intuitive Mentorin und modernes Medium.

Ich verbinde das Sichtbare und das Unsichtbare für tiefe und dauerhafte  Transformation :
Angst in Selbstvertrauen – Nebel in Klarheit – Fesseln in Freiheit.

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